Strandsoundtrack Vol. 2 - Sonnige Love-Songs
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Strandsoundtrack Vol. 2 – Sonnige Love-Songs

Der akustische Zünder für Eure Flirt-Rakete. Viel Spaß beim Wieder- und Neu-Entdecken!

10. Love and Money – Strange Kind of Love

Mit ihrem zweiten Album gelang Love and Money Ende der 80er Jahre in England der Durchbruch: Strange Kind of Love wurde auf der Insel mit Platin ausgezeichnet. In Deutschland machten die vier Schotten vor allem mit der Single-Auskopplung Hallelujah Man auf sich aufmerksam – kamen hierzulande aber nie über den Status eines Geheimtipps hinaus. Die Band hat deutlich mehr verdient: Ihr eingängiger Sound aus New Wave, Jazz, Soul und Pop trifft auf einmalig tiefsinnige und doppeldeutige Texte. 1994 trennte sich die Band – und formierte sich nach einem umjubelten Konzert 2011 in Glagow neu. Unser Tipp: Love and Money unbedingt live erleben!!

9. Genesis – In too Deep

Der erste Kuss, der Schul-Abschlussball, der spontane Auto-Trip nach Portugal – Genesis hat uns immer begleitet. Ein wehmütiger Rückblick, denn heute scheint es so, als hätte sich ein einfühlsamer, durchgeknallter, kreativer Freund für immer von uns verabschiedet. Ende März setzten Phil Collins, Tony Banks und Mike Rutherford mit dem letzten Konzert ihrer “Last Domino”-Tour nach 55 Jahren Bandgeschichte den Schlussakkord ihrer gemeinsamen Karriere. Ihre Songs bleiben aber unvergessen – und In too Deep gehört zu den schönsten Balladen des Pop-Rock-Trios. 

8. Marillion – Cover my Eyes

Einige Mitglieder der JUST SYLT-Redaktion können sich noch an Oberstufen-Parties erinnern, bei denen weit nach Mitternacht nur noch Marillion-Songs aufgelegt wurden. Die lustigen Texte konnte man herrlich mitgrölen, bierseliges Abzappeln war mit dem melodischen Soft-Metal-Sound absolut drin – und die wehmütigen Balladen machten jeden Klammer-Blues zum Knutsch-Beschleuniger. Kurzum: Marillion war und ist die perfekte Band zum Zuhören, Nachdenken und Leben-in-vollen-Zügen-genießen-Lifestyle. Damit schien es 1988 abrupt vorbei zu sein, nachdem der charismatische Frontmann FISH seinen Abschied von Marillion verkündete. Die Kern-Band blieb zusammen – und fischten sich mit Steve Hogarth den idealen Nachfolge-Sänger.

7. Depeche Mode – Freelove

Rest in Peace, Andy! We miss you!

6. Joe Jackson with Elaine Caswell – Happy Ending

Würde man Joe Jackson auf einer Party treffen, wäre er wohl der unscheinbarste Gast des Abends: blass, schlaksig, wortkarg – irgendwie schüchtern. Mit der Zurückhaltung ist es allerdings schlagartig vorbei, wenn der gebürtige Engländer zu seinen Instrumenten greift, komponiert oder die ersten Zeilen seiner extravaganten Hits anstimmt. In der akustischen Welt ist Jackson ein musikalisches Schwergewicht – und das bereits seit über 45 Jahren. Dabei erfindet er sich immer wieder neu – und vereint harten Rock, Jazz, Klassik und Pop zu vielschichtigen Songs mit einer unverwechselbaren “Handschrift”.

5. Roxy Music – More than this

Bryan Ferry, ehemaliger Frontmann der britischen Artrock-Band Roxy Music, ist der wohl coolste Dude der Musik-Szene – ungelogen! Okay, seine Popper-Welle, die er sich als Markenzeichen bis heute fast unverändert auf den Pony fönt, muss man nicht mögen – aber er trägt sie mit einer solch beiläufigen Lässigkeit, dass jedem sofort klar wird: Here comes the King of Style! Auch musikalisch steht Ferry wie eine Eins – auch ohne Haarspray: Seine Roxy Music- und Solo-Songs sind über jeden Zweifel erhaben – und gehören zum Besten, was die 70er und 80er in Sachen Edel-Pop je hervorgebracht haben. 

4. Toto – Stop loving you

Ohren auf für die ungekrönten Könige des melodischen Kuschel-Rocks! Wer die 80er aktiv miterlebt hat, wird bei den ersten Takten der größten Toto-Hits Africa, Hold the Line und Rosanna selig lächeln. Zwar kam es in der Bandgeschichte immer wieder zu Querelen, Trennungen und Reunions – aber wenn das der Preis für kraftvolle Liebeslieder ist, nehmen wir das gerne in Kauf!

3. Sting – Shape of my Heart

Shape of my Heart – ist das wirklich ein Liebeslied? Aber was denn sonst?! Der Text handelt von einem Kartenspieler, der nicht spielt, um zu gewinnen, sondern um das Geheimnis von Glück und Zufall zu ergründen. Na, und wenn das keine passende Metapher für die Liebe ist, dann wissen wir auch nicht mehr. Der geniale Sting weiss es ganz genau – da sind wir uns sicher!!!

2. R.E.M. – Nightswimming

Melancholie, Herzschmerz und der Reiz des Außergewöhnlichen – nur wenige Bands können diese Kombi so einfühlsam verbinden wie R.E.M.. 2011 trennten sich die Alternative Rocker nach 31 gemeinsamen Jahren und 85 Millionen verkauften Tonträgern. Ein Grund für das Ende der Band: Sie hätten alles gesagt, was sie musikalisch sagen wollten. Aufhören, wenn es am schönsten ist? Groß! Aber bitte nicht während eines romantischen Strandspazierganges!

1. REO Speedwagon – Can’t fight this Feeling

Erinnert ihr Euch noch an den Film Teen Lover (USA, 1989)? John Cusack steht schweigend vor der Tür seiner Angebeteten. Über seinen Kopf hält er einen Ghettoblaster, aus dem Peter Gabriels In Your Eyes schallt – eine unvergesslich romantische Filmszene. Einfach herzerweichend. So, und jetzt werden wir mal etwas frevlerisch: Gabriels Song ist göttlich, einfach großartig und passt zu der Szene wie ein perfekter Kuss zum Sonnenuntergang. Doch wie wäre dieselbe Szene, wenn REO Speedwagon aus den Boxen dröhnen würde? Nur so ne Idee – entscheidet selbst!

Bis gleich am Strand!